Verlags- und Imprintgruppe R. G. Fischer
R. G. Fischer Verlag


Hans H. Hanemann
Du kannst an keiner Stelle bleiben
Bericht über einen Lebensabschnitt
1923–1946 und Gedanken dazu
2010.
312 Seiten.
Paperback.
€ 18,00 (D).
ISBN 978-3-8301-1306-5.

Das Ende des Ersten Weltkriegs 1918 bedeutete für die Mehrheit der Deutschen völlige Orientierungslosigkeit. Kaiser Wilhelm II. – die von ihr akzeptierte Führungsperson – hatte abgedankt und sich auf sein Schloss Doorn in Holland zurückgezogen. Die von den bisherigen Kriegsgegnern geforderten Waffenstillstandsbedingungen und der 1919 Deutschland aufgezwungene Friedensvertrag von Versailles wurden als Schande empfunden, die das Volk demütigte und es der Gewalt der Feinde Deutschlands auslieferte. Hinzu kam die Geldentwertung der Jahre 1921 bis 1923 als Folge der ungeheuren Kriegskosten, die weite Teile des Volkes verarmen ließ.
Über den Autor:



Hans H. Hanemann
wurde 1921 in Oldenburg geboren. Seine ersten Erinnerungen gehen bis 1923 zurück. Er erlebt Demonstrationsumzüge der Kommunisten, später auch solche der Nazis, sieht noch als Kind den zweiten Reichspräsidenten von Hindenburg, später als Junge mehrere Male Hitler bei Wahlveranstaltungen, wird »der erste Nazi« in der Familie, bleibt es aber nicht lange. 1940 wird er zum Reichsarbeitsdienst eingezogen, vier Monate später wird er Soldat und kommt zum Kriegseinsatz nach Nordafrika. Hier gerät er in alliierte Kriegsgefangenschaft, wird in die USA gebracht, wo er quer durch die Staaten verschiedene Kriegsgefangenenlager durchläuft. Er spürt im Umgang mit amerikanischen Soldaten und Zivilisten den Unterschied zwischen einer freien, demokratisch orientierten Gesellschaft und einer unter einer Diktatur lebenden wie in seiner Heimat. 1946 kehrt er nach Deutschland zurück, überzeugt, dass sein Heimatland nur auf demokratischem Wege eine Zukunft erreichen würde.