Verlags- und Imprintgruppe R. G. Fischer
R. G. Fischer Verlag


Rosentreter, Eleonore Henriette
Gelebte Wahrheiten
Wie eine Sekte eine Familie zerstört
2016
400 Seiten
Hardcover
€ 24,80 (D)
ISBN 978-3-86455-056-0
edition fischer

Auch als E-Book erhältlich

Mit ihrem Ehemann baute die Autorin ein Autohaus und sechs Fahrschulen auf. In den achtziger Jahren viele Reisen nach Kalifornien. Schließlich übersiedelte die kleine Familie ganz nach dort und baute sich eine neue Existenz auf. Die Tochter Regine heiratete einen Mann, der sie in eine Sekte zog. Dadurch entfremdete sie sich nach und nach ganz von ihrer Ursprungsfamilie.

Diesen schmerzlichen Verlust arbeitet die Autorin in diesem Buch auf. Jeden Montag schreibt sie eine Geschichte über die letzte Woche, ihre Erinnerungen an die inzwischen verstorbene Tochter Regine und ihre Enkelsöhne, ihre Erfahrungen in dem fremden Land Kalifornien, fernab von Heimat und Familie.

So entsteht ein buntes Kaleidoskop der schleichenden Entfremdung von ihrer Tochter und den beiden heißgeliebten Enkelsöhnen, die sie in ihren ersten Lebensjahren noch lieben und umsorgen durfte und die ihr dann von einem Tag auf den anderen entzogen wurden. Eine bittere Erfahrung, die sie mit vielen Familien teilt, deren Kinder von Sekten einer Gehirnwäsche unterzogen werden. Doch unbeirrt hofft die Autorin, dass die Enkelsöhne sich eines Tages besinnen, sich von der Sekte lösen und heimkehren in die Arme ihrer Großmutter.


»In diesem Buch stehen Geschichten aus meinem Leben, aus meiner Erinnerung, wie ich sie erlebt habe, für meine Enkel Josh und Lukas und auch für meine Verwandten und Freunde zum Nachlesen.

Diese Episoden sollen zeigen, wie es war in den Jahren mit meinem einzigen Kind, meiner geliebten Tochter Regine Sofie, mit ihren beiden Söhnen, meinen Enkeln, wie wir gelebt haben. Außerdem soll das Buch ein Andenken an Regine sein, die ich, die wir alle so früh verloren haben und die wir so sehr vermissen. Auch die so schmerzlichen letzten 7 Jahre ihres Lebens, in denen wir ohne ein Lebenszeichen von ihr waren und sie und die Buben nicht mehr gesehen haben, möchte ich dokumentieren. Ich denke, es ist wichtig zu wissen, was im Einzelnen passierte und warum mein Leben so verlief.«



Eleonore Henriette Rosentreter
wurde in Insterburg/Ostpreußen geboren. Die Familie übersiedelte in die Tschechoslowakei und lebte dort sechs Jahre. Vor Kriegsende 1945 flüchtete die Mutter mit den Kindern nach Wuppertal. Dort heiratete Eleonore im jugendlichen Alter, die Tochter Regine Sofie wurde am 3. Mai 1959 geboren.