Verlags- und Imprintgruppe R. G. Fischer
R. G. Fischer Verlag


Bernhard Schwarz
Ernst
Ein Roman
2010.
232 Seiten.
Paperback.
€ 12,80 (D).
ISBN 978-3-89950-526-9.

Ernst Schauer ist ein Schmarotzer, ein Versager, ein Trittbrettfahrer, ein Kleingeist, ein Egoist, ein völlig unbedeutendes Mitglied der Gesellschaft. Er hat kein Geld, keine vernünftige Ausbildung und keine nutzbaren Fähigkeiten.

Folgerichtig wird er obdachlos, lebt von der Hand in den Mund, als seine Versorgerin stirbt. Ein Sandler, wie man in Österreich sagt. Dennoch hält sich Ernst für etwas Besonderes. Er glaubt, Teil der guten alten Bildungselite zu sein, die von der modernen Welt an den Rand gedrängt wurde. Er ist Idealist.

Auf seinem Weg an den Abgrund begegnet er einigen Menschen, die mit beiden Beinen im Leben stehen, und die mit Ernst wenig gemeinsam haben – außer der Verachtung all dessen, was von ihrem eigenen Lebensmodell abweicht. Also von dem, was man jeweils für normal und richtig hält.

Eigentlich haben wir alle gute Chancen, Versager zu werden, irgendwann. Ob man auf den richtigen Weg kommt, der zu einer Karriere führt, zu einem angenehmen Leben, zu Liebe, zu gutem Sex und Macht, zu Geld und Ansehen, und zu Freunden – das ist oft nur eine Frage der Umstände, manchmal ist es Glück. Nicht alle haben Glück. Nicht für alle sind die Umstände günstig. Und viele Unglücksraben sind nicht sehr sympathisch. Das alles ist kein Grund zur Panik. Irgendwie geht es immer weiter. Lesen Sie, wie.
Über den Autor:

Bernhard Schwarz, geboren 1948, war in 43 Berufsjahren recht erfolgreich als Jurist und Politikberater. Sein literarisches Werk beschränkte sich auf Gesetzeskommentare. Zuletzt war er im Personalmanagement einer großen Bank tätig. Seit kurzem ist er im Ruhestand und nutzt den Freiraum für Reflexionen über die Gegenwart.