Verlags- und Imprintgruppe R. G. Fischer
R. G. Fischer Verlag

Lugala, ein kleines Dorf in Uganda


J.M. Pönnighaus
Tagewerk in Lugala
Lyrik
2009.
112 Seiten.
Paperback.
€ 9,80 (D).
ISBN 978-3-89950-483-5.

Betörend, beglückend und verstörend: Die vorliegenden Gedichte von Jörg M. Pönnighaus ziehen ihre Leser ebenso in den Bann, wie es das ostafrikanische Tansania beim Autor selbst vermochte.
Hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch, als leitender Arzt im Lugala-Hospital den Menschen in dem medizinisch rückständigen Land helfen zu wollen und der Resignation darüber, die Welt allein nicht ändern zu können, entstanden Gedichte von großer Bandbreite. Pönnighaus beschreibt lyrisch seine Abscheu über rücksichtslose Gewalt, äußert seine Trauer, dem Tod täglich zu begegnen, lässt sich aber auch zu vorsichtiger Hoffnung hinreißen, zeigt Stolz und seine Begeisterung über die verführerische Natur des schwer zugänglichen afrikanischen Landstrichs. Die zärtliche Zuwendung zu seiner Frau und seinen beiden Töchtern kontrastiert und ergänzt die in Gedichtform gebrachten Erfahrungen im Busch-Spital.


J.M. Pönnighaus
Lugala
Lyrik
2008.
104 Seiten.
Paperback.
€ 9,90 (D).
ISBN 978-3-89950-387-6.

Lugala: Ziegelsteinhäuser, Lehmhütten, eine Maismühle, ein paar kleine Läden, eine Kneipe, ein Friedhof. Ein Krankenhaus mit 135 Betten, das der Autor seit 2002 leitet. Das Krankenhaus gehört der evangelisch-lutherischen Kirche Tansanias (ELCT), der Bischof sitzt in Ifakara, weit weg glücklicherweise; 150 km oder fünf Stunden mit dem Geländewagen, so man (in der Regenzeit) nicht stecken bleibt und so die Fähre über den Kilombero-Fluss funktioniert.
Lugala, in der Nähe von Malinyi, das auf vielen Karten von Tansania verzeichnet ist, denn es war einst Zentrum einer gewissen Baumwollindustrie, hatte sogar ein Wasserleitungssystem. Aber das ist lange her, davon sind nur noch Ruinen übrig. Auch der Baumwollanbau ist verschwunden, kaputt gemacht durch Kleiderspenden aus Übersee, aus Europa und den USA.
Lugala: Kokospalmen, Ölpalmen, alte Mangobäume und dann, nach allen Seiten, Reisfelder. In der Ferne die Mahenge-Berge. Immer in der Nähe der Furua-Fluss.


J.M. Pönnighaus
Am Furua
Lyrik
2007.
96 Seiten.
Paperback.
€ 9,80 (D).
ISBN 978-3-89950-235-0.

Der Furua entspringt in den Mahenge-Bergen im Südwesten Tansanias und fließt dann bogenförmig um Malinyi und Lugala herum, bevor er den Mnyera erreicht. In Lugala leitet Dr. med. J.M. Pönnighaus zusammen mit einem tansanischen Kollegen seit 2002 ein kleines Krankenhaus. Es ist das einzige Krankenhaus weit und breit für etwa einhunderttausend Menschen.
Es gibt nur eine Straße, wenn man den Feldweg denn Straße nennen will, die von Nordosten, vom 150 km entfernten Ifakara her, Lugala erreicht. Die Straße endet in Lugala. Es gibt keine Stromversorgung und keine Telefonverbindung in Lugala. Die Leute bauen vor allem Reis und Mais an. Entsprechend hängt ihr Wohlergehen davon ab, daß es zur richtigen Zeit genügend regnet.


J.M. Pönnighaus
Kilombero Ebene
Lyrik
2005.
104 Seiten.
Paperback.
€ 9,90 (D).
ISBN 978-3-8301-0795-8.

Die Kilombero Ebene liegt im Südwesten Tansanias. Sie wird hufeisenförmig von Bergen umgeben: den Udzungwa Bergen im Norden, der Kipengere Range im Westen und den Mahenge Bergen im Süden. Lugala, wo Dr. med. J.M. Pönnighaus seit 2002 ein kleines Krankenhaus (mit 137 Betten) leitet, liegt im Südwesten dieser Ebene. Der Kilombero Fluß, der anfangs Mnyera heißt, entspringt in der Nähe von Njombe in der Kipengere Range. Einer seiner Zuflüsse ist der Furua, der in der Nähe von Lugala vorüberfließt und für J.M. Pönnighaus immer wieder Ziel von Ausflügen ist. Es gibt nur eine Straße, wenn man den Feldweg denn Straße nennen will, die von Nordosten, vom 150 km entfernten Ifakara her, Lugala erreicht. Die Straße endet in Lugala, auch wenn es auf manchen Karten phantasievoll eine Weiterführung dieser Straße nach Ngalimia und Taveta gibt. Es gibt keine Stromversorgung und keine Telefonverbindung in Lugala. Die Leute bauen vor allem Reis und Mais an, Teile der Kilombero Ebene sind aber auch noch gänzlich unbewohnt. Krokodilbisse, nicht Autounfälle (!), sind die häufigste Ursache für schwere Verletzungen bei Patienten. Ansonsten ist Malaria die Todesursache in der Kilombero Ebene, die nur langsam von AIDS eingeholt wird.


J.M. Pönnighaus
Nachmittag in Quelimane
Lyrik
2004.
96 Seiten.
Paperback.
€ 9,90 (D).
ISBN 978-3-8301-0651-7.

Pönnighaus fängt in seinen Texten meisterhaft die Stimmung eines heißen Spätnachmittags in einer afrikanischen Kleinstadt ein. In der Hitze bewegen sich die Menschen sparsam, sprechen nur das Nötigste, die Dinge verdichten sich, in flirrender Hitze scheint manches unwirklich und fremd.

Die Menschen werden in ihrer Armut fatalistisch, fügen sich mit stoischer Ruhe auch in schwerstes Schicksal, begehren nur selten auf. Der Mensch und Arzt Pönnighaus wird zum Chronisten von Krankheit und Tod, aber auch von Güte und Humor unter Kranken und Todgeweihten. In knappen Worten bringt er Dinge auf den Punkt, die ihn verzweifeln lassen würden, liebte er nicht dieses Land und seine Menschen aufs innigste.



J.M. Pönnighaus
Schwer ist es, Toten das letzte Geleit zu geben
Lyrik
2000.
104 Seiten.
Paperback.
€ 8,59 (D).
ISBN 978-3-89501-947-0.


Über den Autor:

Jörg M. Pönnighaus, geboren 1947 in Ostwestfalen. Studium der Medizin in Gießen.

1975–1977 Distriktarzt in Sambia.

1977–1978 an der London School of Hygiene and Tropical Medicine.

1979–1992 Leiter eines Lepraforschungsprojektes in Malawi.

1993 – 1995 Weiterbildung zum Hautarzt in Homburg/Saar.

1996–2001 Oberarzt an der Hautklinik des Vogtland-Klinikums in Plauen.

2002–2008 Leiter eines Krankenhauses in Tansania.

Seit Januar 2009 wieder am Vogtland-Klinikum.

Die hier vorgelegten Gedichte schrieb Jörg M.Pönnighaus in den letzten Jahren in Tansania, in Lugala, dem kleinen Dorf in der Kilombero Ebene, das er liebte und wo seine Kinder besser Kiswahili lernten als Deutsch.