Verlags- und Imprintgruppe R. G. Fischer
R. G. Fischer Verlag
Tel.: 069 941 942 0     info@rgfischer-verlag.de

Thema
Am 01. September 1939 löste das nationalsozialistische Deutschland mit dem Überfall auf Polen den Zweiten Weltkrieg aus. Bis zu seinem Ende 1945 kostete er mehr als 55 Millionen Soldaten und Zivilisten das Leben. Fast 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges berichten die letzten Zeitzeugen.


Bardenheier, Reinhold:
Für Dich blüht nur der Löwenzahn.
Gefangen in Russland 1945 bis 1948. 4. Auflage.
2010. 358 Seiten. Pb.
Euro 19,80 (D).
ISBN 978-3-89406-941-4. R.G.Fischer Verlag


Hinter dem verschlüsselten Titel verbirgt sich die ungewöhnliche Geschichte eines 21jährigen Soldaten, der 1945 allein in russische Gefangenschaft gerät. Ein Kritiker schreibt: »Reinhold Bardenheier hat ein ungemein spannendes und menschliches Buch geschrieben, in dem er zeigt, dass man trotz Lebensbedrohung und totaler Ungewissheit mit Mut und Hoffnung die Kraft behält, die notwendig ist, vier Jahre Gefangenschaft zu überstehen.«
Wenn auch das Buch auf die Zeit im und nach dem Zweiten Weltkrieg zurückgreift, so hat sein Inhalt durch die heutige Weltlage nichts an Aktualität verloren.
Borries, Elsa von:
Von Ostpreußen nach Brasilien.
Erzählung.
2013. 112 Seiten mit s/w-Abbildungen. Pb.
Euro 12,80 (D).
ISBN 978-3-89950-733-1. edition fischer


Von Ostpreußen nach Brasilien ist eine weite Strecke für ein zwölfjähriges Mädchen. Vor allem, wenn die Reise 1944 mit der Flucht vor der russischen Armee beginnt. Die Erlebnisse, die Elsa von Borries hier erzählt, haben sie so geprägt, dass sie heute, nach so vielen Jahren, immer noch präsent sind. Dank ihres starken Willens und ihrer einzigartigen Persönlichkeit gelingt ihr die Auswanderung, zunächst gezwungenermaßen, dann aber voller Energie und Lebensmut.

Heute ist sie längst in ihrer neuen Heimat Brasilien angekommen, ist dort fast so fest verwurzelt wie in ihrer Heimat Ostpreußen, die sie nie vergessen hat.
Böttcher, Manfred Gerhart:
Dresdens Tote.
Die Totenzahlen der Luftangriffe auf Dresden am 13./14./15. Februar 1945. Vergleichende Studien – divergierende Ergebnisse.
2014. 162 Seiten. Pb.
Euro 38,00 (D).
ISBN 978-3-8301-9783-6. R.G.Fischer Verlag


Die Debatte ist längst eröffnet: Wie hoch war die Gesamtzahl der deutschen Weltkriegsopfer? Wurde sie womöglich aus politischen Gründen als Selbstanklage, aus Unwissen oder aufgrund ungeprüfter Überlieferungen geringer als tatsächlich angegeben? Anhand der großflächigen Zerstörung der Elbmetropole Dresden zeigt der Autor – selbst Betroffener der Fliegerangriffe im Februar 1945 – dezidiert und mit viel Insiderwissen auf, dass wissenschaftliche Untersuchungen bis heute mit Vorsicht zu betrachten sind.
Choltitz, Dietrich von:
– – – brennt paris? adolf hitler – – –
Tatsachenbericht des letzten deutschen Befehlshabers in Paris.
2014. 116 Seiten. Hardcover.
Euro 16,80 (D).
ISBN 978-3-8301-9778-2. R.G.Fischer Verlag


Brennt Paris?


Diese zynische Frage richtete im August 1944 Adolf Hitler aus dem Führerhauptquartier Wolfsschanze an deutsche Kommandostellen in Frankreich, nachdem er vorher angesichts der aussichtslosen Lage befohlen hatte: »Paris ist in ein Trümmerfeld zu verwandeln.«

Warum es nicht brannte, berichtet hier der letzte deutsche Befehlshaber in Paris, Dietrich von Choltitz, Kommandierender General der Infanterie und Wehrmachtsbefehlshaber von Groß-Paris.

Von Hitler mit den weitesten Machtbefugnissen eines Kommandanten einer angegriffenen Festung ausgestattet, hat er durch geschicktes Handeln und soldatisches Auftreten es verstanden, dass die furchtbare Gefahr von der französischen Metropole abgewendet wurde.

Ein Tatsachenbericht, getragen von dem Willen, dem Frieden und der Vernunft zu dienen und der Verständigung der beiden Völker die Wege zu ebnen.
Finkler, Heinz:
Der Schrei der Kriegskinder.
Eine Kindheit im Zeichen der Angst, Schwermut und Hunger.
Zwei biografische Erzählungen.
2014. 56 Seiten. Pb.
Euro 9,80 (D).
ISBN 978-3-89950-815-4. edition fischer


Heinrich Finklers Kinder- und Jugendjahre waren überschattet von den schrecklichen Ereignissen des Zweiten Weltkrieges. Sehr sachlich und gerade deshalb besonders ergreifend schildert er seine Erlebnisse als Dreizehnjähriger so, wie er sie damals empfunden hat.
Heute, als nunmehr älterer Herr, stellt er fest, wie tief traumatisiert er noch immer ist von dem, was vor nahezu 70 Jahren geschah.
Dennoch merkt der Autor an, dass uns auch etwas verlorengegangen ist, denn die Wertevorstellungen von damals unterscheiden sich drastisch von denen der neueren Zeit. Und so gilt für ihn, was Peter Rosegger so schön auf den Punkt gebracht hat: »Wie war ich so reich damals, als ich arm war.«
Harding, Maximilian:
Übrig blieben Scherben.
Die Umkehr eines überzeugten Nationalsozialisten.
2014. 260 Seiten. Hardcover
Euro 18,80 (D).
ISBN 978-3-89950-836-9. edition fischer


Wolf Zabel kommt durch Schule und Elternhaus schon früh mit der Ideologie des Nationalsozialismus in Berührung und wird als Partei- und SA-Funktionär auf lokaler Ebene deren engagierter Verfechter. Nur die Freundschaft zu seinem jüdischen Schulkameraden Jakob lässt zunächst noch unterdrückte Zweifel an Rassismus und Antisemitismus in ihm aufkommen.
Als Jakob nach der Reichskristallnacht seine Hilfe braucht, um aus Deutschland zu fliehen, leistet der im Zolldienst und Grenzschutz am Bodensee tätige Wolf aktive Fluchthilfe. Als einmaliger, seinem Freund geschuldeter Dienst geplant, erfährt der immer stärkeren Zweifeln am Regime ausgesetzte Wolf, wie schwer und gefährlich es ist, sich seinen politischen Verpflichtungen zu entziehen – und dass ihn auch sein Engagement für Jakob wieder einholt. 
Als Wolf nach weiteren Schleusungen schließlich doch in Verdacht gerät, bleiben Nachstellungen der Gestapo mit schicksalhaften Folgen nicht aus.

Mit diesem biografischen Roman hat sich Maximilian Harding an tatsächliche biografische Daten und Grundereignisse gehalten, lediglich Handlungsabläufe unterlagen seiner freien Gestaltung. 
Heine, Willy:
Mein kleines Schicksal.
Ein Leben von A bis Z.
2014. 358 Seiten. Pb.
Euro 19,80 (D).
ISBN 978-3-86455-924-2. edition fischer


Ein Leben wie so viele andere – und ein Paradebeispiel für die deutsche Kriegsgeneration. Als Junge von den Nationalsozialisten geködert, später an der Front ums Überleben kämpfend, als Erwachsener dann am Wirtschaftswunder beteiligt, breitet der Autor seine ganz persönliche Lebensgeschichte mit allen Höhen und Tiefen vor dem Leser aus.
Hlinka, Jürgen:
Brennende Hoffnung.
Roman.
2014. 334 Seiten. Pb.
Euro 16,95 (D).
ISBN 978-3-8301-1657-8. R.G.Fischer Verlag


Auch als E-Book erhältlich

Liebe und Schmerz in den letzten Kriegstagen 1945:
Zunächst lebt die junge Maria Höffner noch relativ unbelastet von den Kriegswirren bei Mutter und Schwester in Würzburg und absolviert eine Ausbildung zur Kindererzieherin. Allmählich jedoch gerät ihr Leben in den Sog von Entsetzen, Grauen und Tod. Der Vater wird an der Ostfront vermisst, der geliebte Opa zum Volkssturm gezwungen. Zweifel an der nationalsozialistischen Ideologie beginnen sie zu zermürben. 
Dann ändert sich ihr Leben in dieser einen schrecklichen Bombennacht. Nur die Sehnsucht nach ihrem geliebten Martin hält sie noch am Leben. Allerdings ist er unauffindbar. Schließlich gerät Maria noch in die Fänge der Gestapo. Bei ihrer Freundin Berta sucht sie Schutz und Geborgenheit.
Eine Flucht, ein wenig Hoffnung und dann doch wieder die … Hölle auf Erden.
Horne, William:
Der Juden-Junge.
Eine außergewöhnliche Biografie
2014. 360 Seiten mit s/w-Abb. Pb.
Euro 19,80 (D).
ISBN 978-3-8301-9771-3. R.G.Fischer Verlag


Die Lebensgeschichte William Hornes ist so vielschichtig wie außergewöhnlich: Im mondänen Ostseebad Zoppot in vermeintlich arisch-protestantische Verhältnisse hineingeboren, führen ihn die politischen Wirren zunächst nach Brandenburg/Havel, wo er nach einem gescheiterten Versuch seiner Familie, vor den anrückenden sowjetischen Truppen in den Westen zu fliehen, das Ende des Zweiten Weltkrieges erlebt. Als Siebzehnjähriger von einem sowjetischen Militärtribunal zu fünfundzwanzig Jahren Zuchthaus verurteilt, erlebt er im berüchtigten Zuchthaus Bautzen unmenschliche Haftbedingen, Gewalt und Missbrauch, aber auch Kameradschaft, Hilfsbereitschaft – und seine erste große Liebe. 

Nach Stalins Tod per Generalamnestie im Jahre 1954 entlassen, flieht er – getrieben von dem Wunsch aus ihn beengenden Verhältnissen auszubrechen – mit seiner Mutter nach Westberlin und beginnt eine Ausbildung zum Krankenpfleger, die ihn nach Erlangung weiterer Qualifikationen auf dem Gebiet der Heilkunde von Berlin über München nach Stuttgart und schließlich in die Schweiz führt.

Nachdem seine Ehe eigentlich schon in den Flitterwochen scheitert, folgt er dem Ruf einer Millionärsfamilie nach Mexico-City und verwirklicht nach seiner Rückkehr den eigentlichen Traum seines Lebens: die Emigration nach Australien.

Wie aus »Gunter Horn« der waschechte »Aussie« und Corporal der australischen Army Reserve »William Horne« wurde, wie er den faszinierenden Fünften Kontinent erlebt und dort seinen Weg macht, um schließlich doch noch dem Geheimnis seiner Herkunft auf die Spur zu kommen, beschreibt William Horne in seiner faszinierenden Biografie.
Mayer, Ludwig:
Umkämpfte Erde.
Jüdische Novellen und Legenden.
3., überarbeitete Auflage 2014. 108 Seiten. Pb.
Euro 9,80 (D).
ISBN 978-3-89950-823-9. edition fischer


Die geschichtsträchtigen jüdischen Novellen und Legenden Ludwig Mayers entstanden in den ersten Jahren des Holocausts, einige sind Früchte der jüngeren Vergangenheit.
Sie sind frei erfunden, aber doch geprägt von den zahllosen widrigen und mörderischen Ereignissen der jüdischen Geschichte.

»Der Dorfnarr« wurde zum Symbol des Aufschreis der Verzweiflung der deutschen Judenheit in den Tagen ihrer Vernichtung. In »Segen der Bäume« und »Das Lichtwunder« ist die Rettung aus fast überwältigenden Gefahren ein Gleichnis der festen Zuversicht in die unzerstörbare Existenz und Glaubensbotschaft des jüdischen Stammes geworden. 
Die mehrteilige barockzeitliche Novelle »Umkämpfte Erde« enthüllt ein Wandern durch gewisse Epochen der deutsch-jüdischen Geschichte und die erfüllte Sehnsucht, eine abgeschiedene, große Vergangenheit in der Gegenwart darzustellen, in welcher sich Jugenderinnerungen mit Ideen der Aufklärung mischen.
Dieses Buch ist ein »Muss« für alle Geschichtsinteressierten und sprachlich Anspruchsvollen!
Schönberg, Brita von:
Anna, die Grenzgängerin.
Versuch eines Kriegskindes, schwere Erlebnisse zu bewältigen.
Ein deutsch-deutsches Schicksal.
2009. 200 Seiten. Pb.
Euro 11,80 (D).
ISBN 978-3-89950-460-6. edition fischer


Auch als E-Book erhältlich

In ihrem Buch »Anna, die Grenzgängerin« beschreibt Brita von Schönberg ihre traumatischen Erlebnisse bei Kriegsende 1945 aus der Sicht einer Fünfjährigen. Flucht und Neuanfang versucht sie zunächst mit Mutter und Schwester, später auch mit dem Vater zu bewältigen. Durch die Teilung Deutschlands wird ihre Familie zertrennt: Anna wird zur Grenzgängerin. Dadurch erfährt die Autorin die politische und wirtschaftliche Realität Nachkriegsdeutschlands in Ost und West, die sie ungeschminkt schildert. Trotz allem gelingt es ihr – nicht zuletzt durch die Wende 1989 – ihre schweren Erlebnisse zu überwinden. 
Sie möchte allen Betroffenen Mut machen, sich mit ihrer eigenen Lebensgeschichte auseinanderzusetzen und daraus – wie sie – Gewinn zu ziehen.
Siebert, Martin H.:
Bitte schreib das auf, Opi!
Enkelkinder fragen zu: Antisemitismus, Antijudaismus und Endlösung im Holocaust.
2013. 508 Seiten. Pb.
Euro. 22,00 (D).
ISBN 978-3-89950-780-5. edition fischer
mehr weitere Informationen


»Opi erzähl doch mal von früher!« 
So sagten die Enkeltöchter, als sie noch Kinder waren. Schnell waren sie erwachsene Jungakademikerinnen und interessierten sich auch für Großvaters jahrelange Studien zum Antisemitismus und dessen furchtbare Exzesse, von denen Martin H. Siebert in fünfundzwanzigjähriger Tätigkeit als Pastor in den USA so manche unfassbare Fakten von zahlreichen Überlebenden des Holocaust gehört hatte. 

Dann kam der Tag, an dem Anna nach einem Gespräch zum Thema sagte: »Bitte schreib das auf, Opi!« Sie stellte konkrete Fragen, und in dem vorliegenden Buch schrieb sich Siebert das von der Seele, was er ganz besonders der Generation seiner Enkelkinder als vorläufigen Abschluss seiner Lebensarbeit zu sagen hat. So entstand »Bitte schreib das auf, Opi!« 

Ein Buch zur Sache, kein ideologischer Brandeifer, so urteilt ein Freund Sieberts, und er sagt: »Der Stil und der Geist, der da durchdringt, macht das Lesen ganz einfach, verständlich und menschlich.« 

Jörg Arndt von der PAZ (Peiner Allgemeine Zeitung) schreibt: »Der Leser benötigt einige Kapitel, um Zugang zu finden und die Zusammenhänge zu verstehen. Doch dann entfaltet das Buch eine erdrückende Wucht. … Leichte Lektüre ist Sieberts Buch also keineswegs – aber eine lohnenswerte und erkenntnisreiche.«
Thomasch, Egon:
Da steht noch unser Apfelbaum …
Ausschnitte aus dem Leben einer Familie.
2015. 184 Seiten mit s/w-Abb. Pb
Euro 9,80 (D).
ISBN 978-3-89950-833-8. edition fischer


Rezension Mitteldeutsche Zeitung, 17.02.2015

Die Geschichte der Familie Thomasch wird wie die Geschichte Europas von zwei Weltkriegen geprägt:
Nach dem Ersten Weltkrieg finden sich Eltern und Großeltern in Schlesien wieder, von wo aus – nach dem frühen Tod des Vaters – sich Mutter und Großmutter mit vier Kindern vor der herannahenden Front des Zweiten Weltkriegs auf eine Flucht mit ungewissem Ausgang begeben.
Wie die Familie nach vielen Abenteuern einander schließlich in Thüringen wiederfindet, wie sie die Nachkriegsjahre und das Schicksal, dort »zu den Fremden«, den »Vertriebenen«, zu gehören, meistert, und wie sich der Kreis schließlich mit dem Besuch des nun in einem vereinigten Europa stehenden Elternhauses für die Söhne und deren Familien schließt, wissen die Brüder Thomasch spannend zu berichten.
Tschierpe-Koetz, Christiane:
Holdine, Zeit der Widersprüche.
Eine Jugend in Berlin 1945–1960.
2012. 160 Seiten. Pb.
Euro 12,80 (D).
ISBN 978-3-86455-972-3. edition fischer


Holdines Kindheit findet 1945 ein jähes Ende, quasi über Nacht wird sie in die Jugend katapultiert. Mit den Eltern und Geschwistern lebt sie in einem kleinen Dorf in Brandenburg, nicht weit von Berlin. Plötzlich ist der lang ersehnte Frieden da; aber alles, alles ist so verdammt anders.

Anhand von Holdines Entwicklung und Werdegang führt uns die Autorin bis in die sechziger Jahre. Zwischen dem langsam wieder erwachenden Großstadtleben im viergeteilten Berlin und den meist stillen Wochenenden in ihrer geliebten märkischen Landschaft pendelnd, sucht Holdine ihren Weg in die Zukunft. – Inzwischen fängt ihre Umwelt an, sich zu verändern und der Kalte Krieg läutet den Zerfall der Welt in eine mehr und mehr östliche, sozialistische und eine westliche, kapitalistische Gesellschaft ein.